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Die europäische Artikelnummer dient der unverwechselbaren Kennzeichnung von Produkten.
Im Handel ist es so jederzeit möglich, Produkte eindeutig zu identifizieren.
Am EAN-Code lässt sich dabei ablesen, aus welchem Land ein Produkt stammt und von welchem Unternehmen.
Erfasst werden diese Informationen in einer Nummer mit 13 (EAN-13) oder 8 (EAN-8) Ziffern.
Die Datenerfassung von Produkten kann so durch Strichcodeleser erheblich vereinfacht werden.

Europäische Artikelnummer: Datenstruktur

Bei EAN-Labels handelt es sich um Mehrbreitencodes, bei denen jede Ziffer durch zwei Striche und zwei Lücken repräsentiert wird.
Die Breite sowohl der Striche als auch der Lücken beträgt dabei eine bis vier Breiteneinheiten. Die Ziffer 8 bspw. lässt sich so als LSSLSSS codieren.

Der am häufigsten benutzte Code: EAN-13

Die EAN-13 ist jene europäische Artikelnummer, die im Handel am häufigsten auf Produkten anzutreffen ist.
Der Code setzt sich dabei aus insgesamt vier Teilen zusammen:

Die ersten zwei oder drei Ziffern stellen den Ländercode dar, gefolgt von der Betriebsnummer mit vier oder fünf Ziffern sowie der Artikelnummer.
Die letzte Ziffer dient als Prüfziffer, die wiederum aus den ersten sechs Ziffern des Codes errechnet wird.

Eine solche europäische Artikelnummer muss zwar nicht zwingend erworben werden, sie erleichtert die Datenerfassung jedoch erheblich.
Durch einfaches Scannen der entsprechend gekennzeichneten Produkte kann sofort der Preis eines Produkts ausgelesen werden,
der im Warenwirtschaftssystem mit dem Code in Verbindung gebracht wurde.
Die EAN-13 wurden jedoch mittlerweile in GTIN (Global Trade Identity Number) umbenannt.

Die neuen Codes unterscheiden sich zwar von ihrem Aufbau her nicht von den alten EAN-13, sie haben nun jedoch weltweite Gültigkeit.

Einfachere Codes für kleine Produkte

Neben den EAN-13 und den EAN-128 steht mit den EAN-8 eine alternative europäische Artikelnummer für besonders kleine Produkte zur Verfügung.
Hierbei handelt es sich um eine verkürzte europäische Artikelnummer mit 8 Ziffern, die jedoch grundsätzlich genauso aufgebaut ist wie EAN-13.
Dieser Code kommt dann zum Einsatz, wenn für die Warenauszeichnung auf einem Produkt nicht genügend Platz für einen 13-stelligen Code zur Verfügung steht.
Ebenso wie EAN-13 wurde auch EAN-8 durch den GTIN-Code ersetzt, der in diesem Fall GTIN-Kurznummer heißt.
Auch er erlaubt eine unverwechselbare, weltweite Kennzeichnung von kleinen Produkten.

Europäische Artikelnummer mit bis zu 48 Zeichen

Für Palettenauszeichnungen steht mit dem EAN-128 eine weitere europäische Artikelnummer zur Verfügung.
Diese setzt sich sogar aus maximal 48 Zeichen zusammen und stellt eine Weiterentwicklung des Codes 128 dar.
Die Zeichenlänge ist bei diesem Code variabel und wird aus dem Modulo 103 errechnet. Es ist möglich, dass ein EAN-128 einen EAN-13 beinhaltet.

Bei einem EAN-Code handelt es sich um einen klassischen Strichcode, der mit einem entsprechenden Scanner ausgelesen werden kann.
Dieser wird umgangssprachlich auch als Zebrastreifen bezeichnet. Mit diesen Codes ist es im Handel möglich, Produkte schnell zu identifizieren und deren Preis festzustellen. In der Praxis werden Codes verschiedener Länge wie der EAN-13, der EAN-8 und weitere Codes verwendet.
Der am häufigsten verwendete dieser Codes ist jedoch der EAN-13 mit 13 Stellen.

Der EAN-Strichcode: grundsätzlicher Aufbau

Auf einem EAN-Label ist der Code stets sowohl als Strichcode als auch als Ziffernfolge repräsentiert.
Strichcode und Ziffernfolge beinhalten dabei die gleichen Informationen und sind damit austauschbar. Auf diese Weise ist es bei einem unlesbaren Strichcode möglich, den Zifferncode direkt einzugeben.
Die EAN setzt sich aus insgesamt vier Teilen zusammen.
Die ersten zwei bzw. drei Ziffern geben den Ländercode an gefolgt von der Betriebsnummer und der Artikelnummer.
Die Länge der letzten beiden Nummern hängt von der Länge der Basisnummer bzw. dem Ländercode ab und liegt zwischen drei und fünf Ziffern.
Die letzte Ziffer ist die Prüfziffer, mit der die Gültigkeit des Codes überprüft werden kann. In der Summe ergibt sich stets ein Code mit einer Länge von 13 Ziffern.

So lässt sich der Aufbau entschlüsseln

Der EAN-Code wird in der Darstellung als Strichcode in zwei Blöcke aufgeteilt. Der linke Block setzt sich aus den Ziffern 2 bis 7 zusammen, wobei die erste Ziffer des Codes durch ein besonderes Verfahren in diesem linken Block versteckt wird. Der rechte Block wiederum setzt sich aus den Ziffern 8 bis 13 zusammen.
Diese Einteilung in Blöcke wird durch ein Trennzeichen in der Mitte sowie zwei Randzeichen links und rechts neben den Blöcken verdeutlicht.

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Codierung der Ziffern

Um die einzelnen Ziffern als Strichcode darstellen zu können, wird auf insgesamt drei Codetabellen A, B und C zurückgegriffen.
Jeder Ziffer werden dabei Streifen und Lücken unterschiedlicher Breite zugeordnet, wobei die Codes bewusst so gewählt werden, dass auch umgekehrt gelesene Codes eindeutig erkannt werden können. Für die Codierung des rechten Blocks kommt nur die Code-Tabelle C zum Einsatz, für die Codierung des linken Blocks die Tabellen A und B.

Strichcode per Prüfziffer bestätigen

Dank der Prüfziffer kann festgestellt werden, ob einem Produkt eine falsche Artikelnummer zugewiesen wurde. Die einzelnen Ziffern des Codes müssen dabei abwechselnd mit den Faktoren 1 und 3 multipliziert und die sich ergebenden Produkte summiert werden.
Nur wenn die so gebildete Prüfsumme durch 10 ohne Rest teilbar ist, ist der Code gültig.
Die Prüfziffer selbst ergibt sich, indem das nächste Vielfache von 10 zur Prüfsumme der ersten 12 Stellen ergänzt wird.

EAN ist eine Abkürzung für „European Article Number“. Hierbei handelt es sich um eine unverwechselbare Produktkennzeichnung für Handelsartikel, die sich auf allen Produkten im Handel wiederfindet. Seit dem Jahr 2009 werden diese Nummern offiziell als GTIN (Global Trade Item Number) bezeichnet, die sich ebenso wie die EAN aus insgesamt 13 Ziffern zusammensetzen und mit denen nun sogar weltweit eine eindeutige Identifikation von Produkten möglich ist.

ISBN, ISSN, EAN-8 oder EAN-13-Codes?

Bücher und Zeitschriften stellen eine Ausnahme dar und werden statt mit EAN-Codes mit ISBN- bzw. ISSN-Codes gekennzeichnet. Die ISBN weist jedoch ebenfalls 13 Ziffern auf und ist mit einer entsprechenden EAN-13 identisch. Zudem kann jede ISSN in eine EAN mit 13 Stellen umgewandelt werden. Mit den EAN-8 wiederum stehen Codes für besonders kleine Produkte zur Verfügung, die dann eine entsprechend kürzere Nummer mit acht Ziffern aufweisen.

Wir werden EAN-Codes gebildet?

EAN-Codes mit 13 Nummern besitzen einen Ländercode, der durch die ersten drei Ziffern repräsentiert wird. Die Zahlen 4 bis 9 stellen die Unternehmensnummer dar, die durch einen Dienstleister vergeben wird. Mit den Zahlen 8 bis 12 erhält jeder Artikel eine unverwechselbare Nummer und die Zahl 13 dient der Überprüfung der formalen Richtigkeit der EAN.

Bei welchen Vergabestellen kann eine EAN bezogen werden?

In Deutschland steht mit der GS1 Germany GmbH eine zentrale Vergabestelle für EAN-Codes zur Verfügung. Zudem existieren weitere Anbieter,
die ebenfalls EAN-Codes verkaufen dürfen. Letztere Dienstleister haben ihre Codes ebenfalls von der zentralen Vergabestelle bezogen.

Zu berücksichtigen ist hier, dass die Vergabe der Codes mit einer jährlichen Nutzungsgebühr verbunden ist, die sich in ihrer Höhe am Umsatz des Unternehmens orientiert. Das gilt jedoch nur, wenn die Codes von der zentralen Vergabestelle bezogen werden.

Muss ich für mein Produkt eine EAN erwerben? 

EAN-Codes müssen nicht zwingend gekauft werden.
In der Regel erleichtern sie den Handel jedoch, da einzelne Produkte schneller identifiziert werden können. Zudem setzen einige Handelsplattformen wie etwa Amazon voraus, dass ein Produkt mit einer EAN versehen ist.

Die Kosten für EAN-Codes sind abhängig von  der bestellten Menge.
Nur beim zentralen Dienstleister GS1 Germany GmbH fällt eine jährliche Gebühr an.

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