Bei einem EAN-Code handelt es sich um einen klassischen Strichcode, der mit einem entsprechenden Scanner ausgelesen werden kann.
Dieser wird umgangssprachlich auch als Zebrastreifen bezeichnet. Mit diesen Codes ist es im Handel möglich, Produkte schnell zu identifizieren und deren Preis festzustellen. In der Praxis werden Codes verschiedener Länge wie der EAN-13, der EAN-8 und weitere Codes verwendet.
Der am häufigsten verwendete dieser Codes ist jedoch der EAN-13 mit 13 Stellen.

Der EAN-Strichcode: grundsätzlicher Aufbau

Auf einem EAN-Label ist der Code stets sowohl als Strichcode als auch als Ziffernfolge repräsentiert.
Strichcode und Ziffernfolge beinhalten dabei die gleichen Informationen und sind damit austauschbar. Auf diese Weise ist es bei einem unlesbaren Strichcode möglich, den Zifferncode direkt einzugeben.
Die EAN setzt sich aus insgesamt vier Teilen zusammen.
Die ersten zwei bzw. drei Ziffern geben den Ländercode an gefolgt von der Betriebsnummer und der Artikelnummer.
Die Länge der letzten beiden Nummern hängt von der Länge der Basisnummer bzw. dem Ländercode ab und liegt zwischen drei und fünf Ziffern.
Die letzte Ziffer ist die Prüfziffer, mit der die Gültigkeit des Codes überprüft werden kann. In der Summe ergibt sich stets ein Code mit einer Länge von 13 Ziffern.

So lässt sich der Aufbau entschlüsseln

Der EAN-Code wird in der Darstellung als Strichcode in zwei Blöcke aufgeteilt. Der linke Block setzt sich aus den Ziffern 2 bis 7 zusammen, wobei die erste Ziffer des Codes durch ein besonderes Verfahren in diesem linken Block versteckt wird. Der rechte Block wiederum setzt sich aus den Ziffern 8 bis 13 zusammen.
Diese Einteilung in Blöcke wird durch ein Trennzeichen in der Mitte sowie zwei Randzeichen links und rechts neben den Blöcken verdeutlicht.

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Codierung der Ziffern

Um die einzelnen Ziffern als Strichcode darstellen zu können, wird auf insgesamt drei Codetabellen A, B und C zurückgegriffen.
Jeder Ziffer werden dabei Streifen und Lücken unterschiedlicher Breite zugeordnet, wobei die Codes bewusst so gewählt werden, dass auch umgekehrt gelesene Codes eindeutig erkannt werden können. Für die Codierung des rechten Blocks kommt nur die Code-Tabelle C zum Einsatz, für die Codierung des linken Blocks die Tabellen A und B.

Strichcode per Prüfziffer bestätigen

Dank der Prüfziffer kann festgestellt werden, ob einem Produkt eine falsche Artikelnummer zugewiesen wurde. Die einzelnen Ziffern des Codes müssen dabei abwechselnd mit den Faktoren 1 und 3 multipliziert und die sich ergebenden Produkte summiert werden.
Nur wenn die so gebildete Prüfsumme durch 10 ohne Rest teilbar ist, ist der Code gültig.
Die Prüfziffer selbst ergibt sich, indem das nächste Vielfache von 10 zur Prüfsumme der ersten 12 Stellen ergänzt wird.

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